
„Ihren Stern bewahrt Edith Devries in einer Schublade auf, gleich neben der Urkunde mit dem Bundesverdienstkreuz und einigen alten Fotos. Sie holt ihn nicht oft hervor, nur für Vorträge hat sie ihn sich manchmal angeheftet. Zum Erinnern braucht sie das gelbe Stück Stoff nicht, die Bilder, Ereignisse und Namen kommen von ganz alleine, sagt sie und lässt den Blick aus ihrem Zimmer im Nelly-Sachs-Haus über den Nordpark schweifen.“ [mehr]

Ein historischer Rundgang in Weeze erinnert nun auch an die ehemaligen jüdischen Einwohner. „Die Geschichte der Juden in Weeze ist geprägt durch die Familien Koopmann und Devries. Erst seit dem 17. Jahrhundert lassen sich Juden in Weeze nachweisen.“ [
Nicht mit zu hassen, mit zu lieben bin ich da ist nun auch als eBook erhältlich. Zum Beispiel als Kindle Edition für EUR 9,99
Aus der Zusammenarbeit am Buch gingen hunderte Dateien eingescannter Fotos, Briefe und Dokumente hervor. Die zahlreichen Gespräche, vor Ort und am Telefon, wurden in mehr als 20 Stunden Video- und Audioaufnahmen festgehalten.
Im Juli 2009 veröffentlichte die Tochter von Edith Devries, Ruth Bader, „Kölsche Jonge: Spuren einer jüdischen Familie“. Das Buch basiert auf den Kindheits- und Jugenderinnerungen ihres Vaters Adi und Onkels Menasche sowie Briefen der Familie aus den entscheidenden Jahren. Es vermittelt ein eindrucksvolles Bild der zerrissenen Kindheit und Jugend zweier Kölner Jungen. [